Die Freude einen Vaishnava zu sehen

Vrindavan, 12.Januar 2003

Haribol, meine lieben Vaishnavas,

Und hier sind wir wieder, das Thema des heutigen Tages ist: “Die Freude einen Vaishnava zu sehen”. Nun, Vaishnavas sind nicht leicht zu finden. Das sind nämlich die, die sich Krishna von Ganzem herzen widmen. Auch wenn sie es nicht 24 Stunden am Tag, so wie Haridas Thakur, machen können sind sie sehr wichtig. Sicher gibt es da spezielle und außergewöhnliche Begabungen. Zum Beispiel, ein Devotee, der es nicht mag andere zu Kritisieren und der keine Spekulationen über andere Devotees tolerieren kann, er ist etwas sehr besonderes. Oder ein anderer Devotee, der weiß das es einen Mangel gibt in einem Devotee und nicht darüber sprechen mag außer der Devotee fragt ihn um Hilfe, ist ein exzellenter Devotee.

Ein Devotee, der 8 stunden lang selbstlosen Dienst für Krishna ausführt um seinen geistigen Meister zu unterstützten, immer lieb zu den anderen ist und mit einer gefälligen Art dient kann als ein Fortgeschrittener Geweihter verstanden werden. Diese Art Devotee nennt man Lakhpatti, denn er hat die Haltung die man hat wenn man 64 Runden am Tag singen würde. Es ist sehr wichtig Dienst zu machen und den Sadhana zu pflegen, damit die Transformation in jemandes Leben einsetzt. Stell dir mal vor, ein Devotee gibt sich Mühe den anderen zu Dienen, das ist ein sehr schönes Symptom.

Ich beziehe mich auf diejenige Art von Devotee die immer aufmerksam ist wenn ein anderer Devotee zu besuch kommt, der immer darauf achtet dass die anderen einen Sitz angeboten bekommen, ein Glas Wasser oder etwas zu Essen bekommen. Ich beziehe mich auf die Art von Devotee die Dir ein lächeln schenken auch wenn du nicht den geringsten Anlass dazu gegeben hast, und das nicht deswegen weil er dir was verkaufen möchte oder einen anderen versteckten Grund dafür hat. Es ist deswegen weil er Krishna in deinem Herzen sehen kann. Er kann Krishna erkennen, der dich zu ihm geschickt hat damit er mehr Dienen kann. Der Devotee, der die Anweisungen des Geistigen Meisters innerhalb seiner Möglichkeiten ausführt und einen natürlichen Kampf gegen seine Faulheit kämpft. Wahrlich niemand muss ihm irgendetwas sagen, aber er hört mit großer Freude, was die anderen Devotees zu sagen haben. Er ist so fortgeschritten, das er einfach überzeugt ist, das er nicht ein bisschen Fortschritt gemacht hat. Wenn er mit irgendjemandem ein Problem hat studiert er ganz genau welchen Fehler er gemacht hat, der diese Störung auslöste. Er selber ist immer gestört… aber nur durch seinen eigenen Verstand. Wenn er spricht klingt es wie ein Lied von Bhakti Vinoda Thakur aber gleichzeitig fühlt er das er nichts weis.

Nun, wie viel wissen wir wirklich? Wie viele Bücher müssen wir lesen um irgendetwas zu verstehen? Wie viel Tapasya müssen wir praktizieren um voranzuschreiten? Gute Fragen, aber darauf gibt’s keine Antwort, den es gibt keinen Möglichkeit auf solche Art und Weise voranzuschreiten. Nur wenn die Barmherzigkeit von Sri Guru und Gauranga in einer Person herabsteigt ist es möglich. Nur durch reine Barmherzigkeit und dadurch, dass man aufs äußerste freundlich mit Anderen ist kann sich etwas wie dies manifestieren.

Jemand der denkt das er es verdient hätte für einen fortgeschrittenen Devotee gehalten zu werden vergisst das wichtigste: Er vergisst dass die Beharrlichkeit im hingebungsvollem Dienst das ist das, was unsere Unreinheiten verbrennt, und andere zu respektieren, ohne Respekt für sich selbst zu erwarten der großartige Weg ist, den Chaitanya Mahaprabhu für uns ausgewählt hat, so dass wir trotz des Kali Yugas etwas wunderbares erreichen können. Etwas so wunderbares wie ein reiner Geweihter in dieser Welt. stell Dir das mal vor.

Woran erkennt man einen Devotee? Nun, er ist besorgt. Er sorgt sich perfekt zu dienen. Er ist besorgt den Namen des Herrn aus der Tiefe seines Herzens zu singen. Besorgt den Vaishnavas um sich herum so oft wie er kann zur Verfügung zu stehen, zu dienen. Er trägt sorge darum seinen Herrn, seinen Isthadev zu verehren und sich an ihn zu erinnern. Er sorgt sich darum jedem ein gutes Vorbild zu sein. Er ist besorgt darum im heiligen Land Krishnas zu leben. Besorgt darum allen Seelen zu helfen, die nichts von Krishna wissen. Besorgt zu sein bedeutet das er versteht worum es in den Klassen der Vaishnavas geht. Er versteht die Wünsche des Geistigen Meisters auch das was er nicht klar betont. Es gibt Prioritäten im Vaishnavatum, die nur zwischen Devotees verstanden werden, die die gerade genannten Sorgen haben. Devotees, die die Ganze Nacht und den ganzen Tag über alles Sprechen können das sie näher zu Krishna bringt. Die über alles Sprechen wollen was gut für das Verständnis von Radha Dasyam ist. Sie kennen Maya und ihre Verführungen sind aber von Herzen angeekelt von dieser Art Bewusstsein. Und sie sind noch viel weniger an solcher art dummer und verderblicher Gesprächen interessiert.

In der materiellen Welt findest du dass immer bestimmte Leute darin interessiert sind über bestimmte Themen Sprechen. Wenn man über philosophischere Themen einschließlich materieller Dinge sprechen möchte sind sie meistens nicht in der Lage mitzuhalten. Wenn ein junger Mann sehr in ein Mädchen verliebt ist, dann hat er kein Interesse an anderen Mädchen. Wenn du ein köstliches Festmahl mit Prashadam vor Dir auf dem Teller hast denkst du nicht mehr daran woanders hinzugehen um was Leckeres zu essen. So, wenn sich das echte spirituelle Verlangen in deinem Herzen manifestiert, möchtest du nur noch besser und besser und besser Dienen. Denn Du denkst dass Du noch nicht gut genug dienst.

Doch da gibt es ein Mysterium wo alle Weltlichen Gewohnheiten verschwinden. Das ist höchst wunderbar. Das ist wenn nistha, spirituelle Standfestigkeit sich als eine unveränderliche Tatsache etabliert, wo transzendentale Gefühle dein Herz zu überkommen beginnen, wo deine Spannung zu Hören und zu Singen wichtiger wird als Pizza…  Entschuldigung ! Das nektargleiche Mahl, was zu Krishna geopfert wurde.

Einen Vaishnava zu sehen, der auch nur die Anzeichen der Neigung dieser Art von Eigenschaften hat ist bereits erstaunlich. Wenn ein Devotee eingeweiht wird, wird er ein Mitglied der Vaishnava Familie. Alle Türen stehen ihm offen. Wenn er sich an die Regeln hält und keine Vergehen gegen die Vaishnavas begeht, gibt es nichts was ihn zerstören kann.

Srila Rupa Goswami sagt in seinem Upadeshamrta das wir Jeden, der den Heiligen Namen des Herrn singt, im Verstande verehren sollen, ganz gleich ob er in derselben spirituellen Familie eingeweiht wurde wie Du. Und diejenigen zu treffen, die eingeweiht sind und ihre versprechen halten, ist eine wirkliche Freude. Unter ihnen gibt es welche, die eingeweihte gute Devotees sind aber meine spirituelle Verbindung nicht kennen, und das macht mich nicht sehr enthusiastisch in der Widmung zu meinem Geistigen Meister. So, ich respektiere sie eher passiv, während diejenigen Vaishnavas, die es schätzen können, wie der heilige Name zu mir gekommen ist, die die Mystik und Barmherzigkeit, die in der Beziehung zu meinem geistigen Meister liegt wahrnehmen können, mich in meinem Glauben und meiner Aufopferung unterstützen, die besten Freunde sind, die ich haben kann. Es gibt auch keinen Grund dafür auch nur irgendjemanden zu kritisieren, wenn er nicht in der Lage ist die Sachen so zu tun, wie ich. Wie immer gilt das Vaishnava Prinzip, streng mit sich selbst aber barmherzig mit den anderen zu sein. Wie auch immer, es gibt nicht sehr viele Vaishnavas in der Welt, die Gott ernst nehmen, die zuerst darüber nachdenken ob das was sie machen von Gott gebilligt wird oder nicht.

Es ist sehr schön ein Gaudiya Vaishnava zu sein aber wir sollten nicht den geringsten Zug von Arroganz, anderen Gottsuchern aus anderen Traditionen gegenüber in uns tragen. Sonst sind wir nicht demütig, sind wir keine wahren Vertreter der Ideale der Parampara. Wie du sehen kannst ist es wunderbar einen Vaishnava zu sehen, und unser Gurudeva Srila Prabhupada ist mit so viel Liebe durch diese Welt geschritten, dass er jeden verwandelt hat, der ihn ernst nahm.

Vrindavan ist wunderschön! Wenn du mit diesen Augen sehen könntest. So viele Rikshafahrer sind Devotees, und nette Menschen aus verschiedenen Sampradayas, ihre beeindruckenden Tilakas und die Kinder, die Radhe Radhe sagen. Mein Freund Gopal Gosh, der jedes Mal, wenn er anfängt über Krishna zu sprechen, nicht aufhören kann und eine Enzyklopädie der Geschichte Vrindavans ist. Und der Markt… wo die Ladenbesitzer dasitzen wie Yogis mit ihrer Vrijvasi Tradition die weitaus tiefgründiger ist als die der neu eingeweihten Devotees mit ihren neuen Ausrichtungen. Aber sie lächeln barmherzig, wenn sie die Neulinge sehen, die von ihren neuen Idealen beinahe wie besessen sind. Und die vielen verschiedenen inspirierten Pilger von verschiedenen Meistern, Tempeln und Traditionen…  Sie kommen von weit her; aus Manipur, Rajastan, Bengalen, Punjab oder Gujarat und unter ihnen der ein oder andere Fremde mit seinem gerade neu erworbenem bead-bag…

Dann die, mit gigantischen Turbanen und den Tiefen Falten im Gesicht sind die Bauern aus Rajastan… und auf einmal siehst du einen von ihnen Dandavat Parikram machen. Entschlossen in ihrem Vorhaben was sie auch sein müssen um 22 Kilometer Dandavat nach Dandavat zu geben. Und natürlich fehlen auch nicht die Fanatischen oder besser gesagt diejenigen, die wer weis nicht was erobern möchten. Sie geben 108 Dandavats an jedem Ort. Und das mit einem Lächeln. Dann bring der ein oder andere ein Kopfkissen oder was Ähnliches mit, damit die knie nicht kaputt gehen. Und wenn sie zu den Tempeln kommen, erscheinen sie dort gut vorbereitet, jeder hat seine Blumen und Räucherstäbchen für eine kleine Opferung mitgebracht und sie tauschen die paar Rupien, die sie haben auf dem Markt gegen berge von Münzen ein… und wofür? Nun, zu jedem Altar kann man etwas geben und jedem Sadhu der an der Tür des Tempels sitzt kann man auch etwas geben. Und alles mit einem Glücklichen Gesicht.

Und wir dürfen nicht die Bandaras vergessen, wo es sich zuträgt das sie Segnungen bekommen können dadurch, dass sie Sadhus Speisen darbringen. Während ich davon spreche sind Praka und Panchatattva schon auf dem Sprung an die Tür um zu verschwinden. Und das ist nicht, weil das Prashadam im Vrindakunja nicht exzellent ist, sondern weil ihnen die Atmosphäre so gut gefällt. Und dazu sind die Menschen so glücklich darüber einen Devotee aus dem Westen zu sehen, dass es scheint das sie gleich doppelt so glücklich werden. Währen im Westen jeder nicht extra eingeladene Gast den Gastgeber gleich in schrecken versetzt.

Oh geliebtes Vrindavan!!! Lasst uns wenigstens eine ähnliche Atmosphäre in unseren  Tempelgemeinschaften schaffen ! Das wird nicht einfach sein. Man muss den gesamten Speicher löschen und die Kassette noch mal aufnehmen, oder wie sie sagen: “die Festplatte formatieren” und auf das 108er System updaten, im Durchgedrehten Verstand.  Natürlich, wenn jemand was zum Kritisieren sucht ausser sich selbst dann wird er immer was finden, das wird’s immer geben. Aber wie kürzlich einer sagte, der gerade aus London kam: “Ich liebe Vrindavans Müll, die Hunde, die Schweine und die Affen, die alles Klauen was sie wollen, und ich liebe auch die Rikshafahrer, die sich zuviel aufladen. Ich verspreche, dass ich niemehr auch nur irgendjemanden kritisieren werde, damit Radharani mich nicht hier rausschmeißen wird.” “Ich war in London” sagte er. “Sie haben mir auch einen goldenen Mercedes gegeben, stell dir das vor! Und alles was ich fühlte war Trauer, so weit weg von Vrindavan. Alles ist sauber und wenn jemand Papier auf den Boden schmeißt, muss er eine Geldbuße zahlen, aber innerlich ist alles schmutzig, so eine Falschheit.”

So, für mich ist Vrindavan in unserer Istagosthi. Prabhus, das ist kein Witz. Ich mache hier keine Scherze mit irgendjemanden denn in den Istagosthis bin ich mit den Leuten zusammen, die wirklich Krishna dienen wollen. Das sind meine Vrajavasis. Nicht durch den Namen oder wegen der Theorie sind sie echte Vrajavasis. Mit einem Notizblock in der Hand und auf der Suche danach, was sie sonst noch zu tun haben um das Land der Illusion in das Land der Widmung zu verwandeln.

So, während ich meine Tage hier in Vrindavan verbringe denke ich an alle von euch, an eure Istagosthis, an eure Projekte, an alle Vrajavasis unserer Familie. So ist der Große Plan Chaitanya Mahaprabhu’s. Er würde es nicht mögen die höchste Barmherzigkeit auf ein Stück Land zu begrenzen. Er hat seine ganze Kraft in den heiligen Namen gepackt, nicht in Rituale, nicht ins Heilige Land oder das heilige Wasser, nicht in die Heiligen Bücher und auch nicht in Opfer oder Entsagungen. Diejenigen Vrajavasis, die den heiligen Namen aus der Tiefe ihres Herzens singen, die versuchen Srila Prabhupadas Sache zu Dienen sind würdevoll in jeder Hinsicht. Sie können uns Segnen. Sie können uns im transzendentalen Dienst beschäftigen. Und mit großer Freude könnte ich in Lima in den Trulys, in Varsana mit Bharati Maharaj, in Santa Marta mit Prabhu Kirtan Rasa, in Mexico mit Bhagavatamrta und seinem neuen Sohn Nanda Dulal, in Chile, Brasilien, Ecuador, in Großen und kleinen Tempeln bleiben und dort mit aller Anstrengung dienen um das zum Erfolg zu bringen was Lord Chaitanya Mahaprabhu dort Plant. Und da ich nicht physisch in der Lage bin das zu tun seid Ihr da um mich gütigerweise zu vertreten, neue Programme zu entwickeln, starke Pioniere zu sein, wegen den schrecklichen Regierungen und hartes Klima zu erleiden wie in Deutschland, Ungarn und Schweden ohne die Inspiration zu verlieren und doch noch neue Devotees zu inspirieren.

Deswegen ist es ein Grund zu springen und zu tanzen wenn ich so einen Devotee treffe, und auch hier in diesem Chat fühle ich das Selbe. Ich gebe dir eine Cyberumarmung ! Natürlich währe es schön wenn ich da währe aber, aber das macht nichts. Jetzt wo auch immer ich sein mag werde ich mit anderen durch dieses erstaunliche Medium verbunden sein. In meiner Brahmachariezeit war es für uns ein Ansporn eine Nachricht von Srila Prabhupad zu hören, eine neue Klasse von Prabhupad, die in der Zeitung aus den Staaten kam, oder beser, neue Kassetten seine letzten Klassen. Nur wenn man die Devotees richtig liebt, richtig unterscheidet, nicht zu Familiär mit fortgeschritteneren Devotees wird, so dass man beginnt vergehen gegen sie zu begehen, kann man sehr enthusiastisch bleiben. Die Devotees zu lieben bedeutet die transzendentale Position, die sie als Repräsentanten des Ideals, ihres geistigen Meisters haben und auch der Verpflichtung die jeder eingeweihte Devotee hat zu erinnern.

Was der Unterschied zwischen dem Materiellen und Spirituellen Bewusstsein ist, ist dass man weder Eifersucht noch Neid hat wenn man einen anderen Devotee sieht der Fähiger ist als man selbst. So das ist die Barmherzigkeit. Es ist wie bei einem Doktor, der es nicht vermag jemandes Leben zu retten weil ihm ein Teil Wissen fehlt und er jetzt einen anderen Arzt trifft der ein Spezialist in genau diesem Teil des Wissens ist was fehlte. Er fühlt sich exstatisch und beginnt mit dem anderen zu Studieren. So wie dieser sollte man sich fühlen, wenn man einen fortgeschrittenen Devotee trifft, einen noch experteren, einen noch erfolgreicheren Devotee. Die Vaishnavas haben eine vertrauliche Beziehung zu Radha Krishna. Und jemanden gering zuschätzen wird nicht gerne von ihnen gesehen.

Nun, ich könnte hier rüber noch weiterreden für eine ganze weile, aber es ist 8:30 Uhr hier und ich werde noch eine Weile da sein für wichtige private Nachrichten von euch. Das Thema am nächsten Sonntag wird Srila Harijan Maharaj sein. Nun der Chat heute war eigentlich über ihn, wie sprachen über den fortgeschrittenen Devotee, aber nächsten Sonntag werden wir Beispiele seiner Arbeit zeigen.

Information: Wenn ein Devotee schwer Krank ist, bitte, schickt die Telefonnummer an mein “Emergency Communication Office”. Außerdem möchte ich, dass in diesem Office alle Telefonnummern der Tempel und Devotees verfügbar sind, so das ich einfach mit jedem kommunizieren kann.

Dein immer wohl gesonnener
Swami B. A. Paramadvaiti