Der Ursprung der Seele

Von Swami B.A. Paramadvaiti

28. Nov 1998 – Lieber Prabhu, Dandavat Pranams

Bezüglich des Themas “Der Ursprung der Seele”  möchte ich die folgende Aktualisierung genauer erläutern. Zuallererst ist es wichtig den Respekt allen Vaishnavas gegenüber beizubehalten und auch wenn es Unterschiede zwischen ihren Erklärungen verschiedener Themen gibt, können wir die verschiedenen Meinungen nebeneinander auflisten so wie Srila Prabhupad es manchmal in seinen Büchern tut.

Denn es ist ein Fakt, dass von Srila Prabhupadas Gesprächen und Büchern Material gefunden werden kann, was beide Ideen unterstützt. Das Herunterfallen von Goloka und das niemals Herunterfallen von Goloka. Ganze Bücher wurden über die Themen geschrieben und ich bin nicht daran interessiert das zu wiederholen, was in ihnen steht.

Eine vernünftige Erklärung die es zu dem Phänomen der auseinandergehenden Darlegungen gibt ist, dass wir während des Predigens nicht immer strikt der Siddhanta folgen um die Idee, die wir rüberbringen möchten, zu vereinfachen. Srila Bhaktivinoda Thakur schrieb irgendwo, dass es nicht gut ist dieses Thema zu viel zu diskutieren. Diese Exzessive Diskussion kann eine Person zu einem Unpersönlichkeitsanhänger machen.

Zur gleichen Zeit haben einige sehr liebe Freunde von mir die herunterfall-Kommentare von Prabhupad vorgezogen weil sie, sie persönlich von ihm erhielten. Ich will nicht die Freundschaft oder Gemeinschaft von auch nur einem einzigen von ihnen wegen dieses Themas verlieren. Tatsächlich denke ich, dass wir (ich selbst mit einbezogen) in der Vergangenheit überreagiert haben besonders als es um die Darstellung des Punktes um das Herabwürdigen anderer ging. Das, mit unserer Abendländische Mentalität zu kämpfen, hat zu schwerwiegende Brüchen von Beziehungen geführt.

Der erste Grund dafür war die emotionale Reaktion der Anhänger Srila Sridhar Maharaj’s als ISKCON Autoritäten ihn, auf der Grundlage dieses Themas, zurückwiesen und ihn einen Unpersönlichkeitsanhänger genannt haben. Im Gegenzug dazu bewiesen sie die abdriftende Meinung der ISKCON Autoritäten. Das schafft den Hintergrund für eine Auseinandersetzung, die von Journalisten und Propaganda Blättern aufgelöst werden sollte.

Es ist eine Tatsache (so wie es auch in dem Buch “Unsere Familie die Gaudiya Matha” aufgeführt ist), dass in der Gaudiya Matha und anderen Sampradayas meines Wissens nach kein anderes Beispiel der “Herunterfall Behauptung” gibt. Diese Information muss von Jedem Individuum nach seinem eigenen Mastab aufgenommen werden.

Für mich persönlich ist diese Angelegenheit letztendlich nicht so wichtig, denn wenn jemand den Prozess mit der richtigen Haltung, Göttlichem Wissen und ohne Anhaftung an die materielle Welt praktiziert wird die Bhakti zu Vasudeva automatisch in seinem Herzen manifest, so wie es das Srimad Bhagavatam bestätigt.

Das “Siddhanta Guru Varga dignity committee” der WVA welches ich koordiniere folgt der folgenden Prozedur.  Wenn irgendjemand dem Komitee eine Siddhanta Untersuchung einreicht, werden wir Papiere von den Fortgeschrittendsten Acharyas zu diesem Thema einholen und sie an alle interessierten weiterreichen.

Wir sind nicht an Konflikten interessiert, aber seit den Tagen wilder Propaganda bezüglich der  nachträglichen ritvik Einweihungen, und anhand anderer Punkte können aufrichtige Wahrheitssucher verwirrt sein, die Klärung von der WVA anfragen können. Das ist ein Plan um zu helfen.

Das Vaishnavatum ist letztendlich eine immer anwachsende Weltreligion und philosophische Themen müssen wieder an die Oberfläche kommen, Schüler versuchen zu erklären, was wirkliche Erklärungen im Sinne der Siddhanta, der Vaisnava Tradition und ihrer führenden Vertreter sind. Ich denke, daß es für diejenigen, die mit der Erfüllung der Voraussagen Lord Chaitanyas beschäftigt sind, an der Zeit ist, ihr provinziellen institutionellen Bedenken zu überwinden und sich an den Anstrengungen der World Vaisnava Association zu beteiligen. Dieses, um ein gemeinsames Forum zu schaffen, um die wirklichen Interessen der Rupanuga Tradition zu verteidigen.

Wissen, Kunst und Kultur ist schon längst  transzendental zu den Beschlüssen der Verwalter. Grosse Vaishnava Philosophen und Künstler haben schon so viele wunderbare Beiträge für die Welt geliefert. Sollen diese darauf beschränkt sein, nur von den Institutionen, innerhalb dieser sie zu Tage getreten sind, genutzt zu werden?

Das ist keine gute Idee. Eine Tatsache ist, dass, wenn diese Mentalität Einfluss hätte, wir nicht den Zugang zu den Liedern von Narottam das Thakur, dem Tempel von Jiva Goswami und auch nicht dem Chaitanya Charitamrta hätten. Warum sind wir dann heute so eifrig dabei, die Microsoftmentalität von Monopolen und Profitdenken auf die Kronjuwelen von Beiträgen innerhalb der Vaisnavatradition anzuwenden?  Wenn ein Wissenschaftler eine Entdeckung macht wird es automatisch zum Eigentum der gesamten Menschheit.

Was denken wir, wenn ein Tempel nur geborenen Hindus erlaubt einzutreten und nicht bemerkt, das die Brahminische Kultur von einem autorisierten Vaishnava Brahmana zu seinen aufrichtigen Schülern weitergegeben wird ? Was denken wir, wenn eine Vaishnava Institution anderen nicht genehmigen möchte, die Bilder und Lehren ihres eigenen Geistigen Meisters zu veröffentlichen ? Was denken wir, wenn Vaishnavas Gerichtsverfahren gegeneinander führen wollen ? Ist es nicht an der Zeit aus dieser Konfliktsituation herauszukommen und zu der echten Sannyas-methode, mit dem Danda in der Hand hinauszugehen und der Welt die Aufrichtigkeit zu lehren, so wie wir sie von unseren Gurudevas gelernt haben ?

Alle diese Dinge quälen gegenwärtig unsere Vaisnava Gemeinschaft. Es muss einen guten Grund dafür geben. Es kann uns helfen, reifer zu werden und zu lernen, wie wir lieben und die Geschenke, die wir von Gott bekommen haben, miteinander zu teilen. Ein Vaisnava einer anderen Mission besaß ein Poster von Sri Narashingha deva. Als ich dieses wunderschöne Kunstwerk bewunderte, drehte er sich um und schenkte mir für jeden unserer Tempel und jedes Predigerzentrum ein Poster. Wir werden erfolgreicher sein, als wir jemals erwartet hätten, wenn wir das Glück erleben, daß andere Vaisnavas auch unsere Gurus preisen und ihre Worte und Kommentare drucken möchten. Ansonsten wäre das eine sehr sonderbare Position, als ob der Nektar unseres Gurus nur für diejenigen erhältlich wäre, die unserer Institution beitreten. Hättet ihr euch vorstellen können, wie glücklich Srila Prabhupada gewesen wäre, wenn die Gaudiya Matha darum gebeten hätte, seine Bücher zu vertreiben? Hätten sie mehr dafür zahlen müssen als seine eigenen Prediger? Der Iskcon Baktivedanta Booktrust hat erst kürzlich und nur aufgrund von Druck aus aller Welt zugestimmt, ihre Bücher auch an Vaisnavas außerhalb von Iskcon zu BBT Tempelpreisen zu verkaufen.

Dies ist der Yoga der Liebe.  Daher sollte den allgemeinen Vaisnava Angelegenheiten anzumerken sein, daß sie liebevoll, liebevoll und wiederum liebevoll sind. Ich selber bin kein gutes Beispiel dafür, aber ich bitte demütig darum, zu lernen, wie ich mit ehrwürdigen Vaisnavas wie all denjenigen Devotees, die ihr Leben der Verbreitung des Ruhmes des Heiligen Namens von Krishna gewidmet haben, umgehen kann.

Euer liebevoller Diener