Das Ende des dunklen Zeitalters der ISKCON?

Von Swani B.A. Paramadvaiti

Ich las mit grosser Zufriedenheit, dass Srila Sridhar Maharaja durch ein GBC-Beschluß von den Anschuldigungen, Schaden bei der Iskcon verursacht zu haben, befreit wurde. Davor wurden die Mitglieder der Iskcon vom GBC überzeugt, dass Srila Sridhar Maharaja die Ursache für das Iskcon Zonal Acharya System darstellte, welches viel Leid und zahlreiches Fortgehen aus den Tempeln Srila Prabhupadas verursachte. Da Srila Sridhar Maharaja von diesen Anschuldigungen jetzt befreit wurde, eröffnet das viele neue Fragen. Wenn wir wirklich die Iskcon von diesem dunklen Zeitalter des GBC befreien möchten, dann müssen alle Mitglieder der Iskcon sehr vorsichtig alle Ungerechtigkeiten, die aus diesem Fehler entstanden, prüfen, da es Srila Sridhar Maharaja war, den Srila Prabhupada als vertrauensvoll und qualifiziert bezeichnete, um uns nach seinem Fortgehen zu führen. Wegen dieser falschen Behauptung ist die Iskcon und all ihre Mitglieder der erleuchtenden Ratschläge Srila Sridhar Maharajas beraubt worden.

Wie dem auch sei, jetzt ist es an der Zeit positiv zu sein. Im Benehmen zu anderen Vaisnava-Missionen gilt es jetzt vieles nachzustellen, wobei dies nicht nur oberflächlich passieren darf, sondern sehr tief und den Standards der Vaisnava-Beziehungen entsprechend. Doch was ist und bleibt unsere heilige Pflicht? Als Schüler von Srila Prabhupada sollen wir unseren geistigen Meister erfreuen. Als Nachfolger Caitanyas haben wir zu kooperieren und nötigen Respekt allen Predigern der Herrlichkeit Caitanya Mahaprabhus zu erweisen. Es scheint, dass viel Energie gebraucht wurde, um andere Vaisnavas herabzuwürdigen, um so die eigene Erhabenheit vorzutäuschen. Das ist eigentlich das Gegenteil unserer Philosophie. Die Iskcon ist zum Teil wegen dieser schlechten Beziehungen zwischen den verschiedenen Vaisnava Missionen schuld, da sie falsche Beschuldigungen gegenüber Srila Sridhar Maharajas erhob und den Wunsch Srila Prabhupadas, kooperativ zu sein, nicht verstand. All dies kann noch ausgebessert werden, wenn ein wirklicher Wunsch dazu besteht.

Wenn du beobachtest, was in der Welt in Bezug zur weltweiten Predigt passiert, dann wirst du sehen, dass es eine Vielzahl der Glauben verschiedener Vaisnava acaryas und ihrer Missionen gibt, und dass diese Tendenz von Tag zu Tag steigt. Es ist eine große Störung, wenn eine Vaisnava Mission die Bemühungen der anderen herabwürdigt, oder noch schlimmer, mit unwahren Behauptungen beschuldigt. Die World Vaisnava Association / Welt-Vaisnava-Vereinigung (www.wva-vvrs.org) versucht seit 1993, durch Schaffung eines Forums zum Schutz aller Gemeinsamkeiten verschiedener Missionen, dieses Problem zu korrigieren. Die Bemühungen der WVA ignorierend, begann die Iskcon in Mayapur die SGVA (Saraswat Gaudiya Vaishnava Association).

Ich stimme zu, dass die Vereinigung, die vom Bhaktivedanta Charity Trust unterstütz wird, ebenfalls helfen wird die dunkle Vergangenheit zu überwinden, und das ist der Grund, warum ich mich auch ihren Bemühungen angeschlossen habe. Meine Aufforderung an die Mitglieder des GBC ist, dass sie ihre Berichtigung gegen über Srila Sridhar Maharaja mit dieser Beschluß nicht beenden. Lasst uns alle gemeinsam Mühe auf uns nehmen, um eine wahre Einheit in Vielfalt unter den verschiedenen Vaishnava-Missionen zu schaffen. Nicht nur aus dem Grund, weil es keinen anderen Weg gibt, sondern um so die Vision Sri Caitanyas zu erfüllen. In unserem praktischen Predigtbereich, mag es niemand ein Mitglied in eine andere Mission gehen zu sehen. Doch wenn wir nicht unsere eigenen Mitglieder auf die Grundlage der Siddhanta und der Gerechtigkeit anpassen, was bleibt ihnen anderes übrig, als Zuflucht wo anders zu suchen?

Gefestigte Acaryas der Vergangenheit, wie Srila Sridhar Maharaja, haben betont, dass niemand von Mahaprabhus Pfad abkommen soll. Wenn eine Person aus guten Gründen den Glauben an seinen Guru verloren hat, wie kann dann ein barmherziger Vaisnava seine Berufung verleugnen und nicht helfen? Natürlich wird es auch immer neugierige Leute mit wenig Pflichtbewusstsein geben, die von einer zur anderen Mission springen könnten. Ich denke nicht, dass es etwas gibt, was da gemacht werden könnte. So etwas passiert schon seit hunderten von Jahren und es sollte nicht der Grund dafür sein, dass wir zusammen an der Vision der Einheit in Vielfalt arbeiten.

In der Tat sahen wir, dass nach dem Fortgehen unseres geistigen Meisters und dem Fortgehen Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakuras, unseres parama-guru, diese Verschiedenheiten den Anstoß vielen neuen Predigern gaben, die neue Zweige des Baumes der Mission Sri Caitanyas gründeten. Die Mitglieder der Saraswat Gaudiya Vaishnava Association sind z. B. alles neue Zweige, die von aufrichtigen Nachfolgern Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakuras begonnen wurden. Doch sie begannen weder mit dem Segen der Caitanya Math, noch der Gaudiya Mission. Die Caitanya Math wird heute mehr oder weniger von Srila Yati Maharaja und die Gaudiya Mission von Parivrajak Maharaja vertreten. Beide sind noch immer abwesend in der Saraswat Gaudiya Vaishnava Association und der World Vaisnava Association. Sie hängen noch immer an ihren alten Vorstellungen – ich wage es zu sagen, alten Egos, dass sie die einzigen autorisierten Zweige der Gaudiya Math sind.

Das gleiche Egophänomen zeigt sich beim GBC, da sie eine Beteiligung bei der World Vaisnava Association ablehnen und die enormen Bemühungen Srila BV Puri Maharajas, den früheren Schülern von gefallen Iskcon Gurus in Spanien, Italien und Österreich zu helfen, nicht anerkennen. Es ist schwierig die Art des Ego zu überwinden: Die Vorstellung von der ausschließlichen Überlegenheit des eigenen Zweiges. Doch seht die Realität meine Freunde. Gerichtsfälle, Gelübtebrüche und zahlreiche andere Strafen sind gekommen, um zu zeigen, was falsch ist.

So wie es das universale Sprichwort sagt: Stolz kommt vor dem Fall.

Dieser Stolz verbirgt sich oft hinter der Behauptung, wir würden die Mission unseres geistigen Meisters vor Eindringlingen schützen. Aber die Realität ist die, dass der Stolz, unsere eigene Fehlvorstellung und der Mangel an Aufrichtigkeit und Güte die einzigen Feinde im spirituellen Leben sind. Unsere wahre Fähigkeit ist das Schaffen einer Atmosphäre, die so angenehm ist, dass es niemand wünschen würde uns zu verlassen. Lust und Stolz sind unsere natürlichen Begleiter solange die reine Hingabe nicht unser Herz erobert hat. Durch bestimmte Vorkehrungen mögen wir dazu gebracht worden sein die Stellung des Tempelpräsidenten, eines sannyasis, oder sogar acaryas einzunehmen, doch sollten wir dies nie vergessen.

Verwaltungs- und Acarya-posten machen uns nicht unbedingt demütig und verwirklicht – warum sind wir dann mit so vielen Problemen konfrontiert? In diesem Zusammenhang haben wir so viele ernsthafte Miseren gesehen. Aber wir haben auch herrliche Entwicklungen neuer Zweige gesehen, die von denen angeführt wurden, die die Unzulänglichkeiten im Bewusstsein der Gesellschaft, geschaffen von den Führen, bei den es an klarer Sicht mangelte, nicht hinnehmen konnten. So wurde die Welt gesegnet durch Srila Bhakti Dayita Maharajas Sri Caitanya Gaudiya Math, Srila Bhakti Vedanta Keshava Maharajas Gaudiya Vedanta Samiti, Srila Bhakti Raksak Sridhar Maharajas Sri Chaitanya Saraswat Math und Srila Bhakti Vedanta Swami Prabhupadas Iskcon. All diese Missionen gehen nach dem Fortgang ihrer Gründer-Acaryas durch ähnliche Schwierigkeiten, wobei sie die Gerichte beschäftigt halten. Unsere ewige Richtschnur ist es dem Stolz zum Opfer zu fallen, wenn wir nicht demütig sind. Anstatt von Vaisnava-Liebe umgeben zu sein, begeben wir uns in die Bereiche der Politik und Sorge. Wer auch immer unser Guru sein mag, oder wie auch immer die Vaisnava-Mission der man angehört genannt werden mag – in Wirklichkeit gibt es nur eine Vaisnava-Mission: Die Mission der Wahrheit und Demut.

Demütig schlage ich allen Lesern dieses Artikels vor, sofern dies für sie möglich ist, ihre Liebe und Vision auszudehnen und freudig alle Nachfolger Sri Chaitanyas in ihre Vision von der Welt und in die Bemühungen ihrer Gemeinschaft einzubeziehen. Wisst ihre Gefühle zu schätzen. Sie sind so wertvoll, wie auch eure Gefühle zu eurem geistigen Meister. Scheut euch nicht davor die Gelegenheit zu nutzen, mit ihnen auf gemeinsamen Vaisnava Foren zusammenzutreffen und lehrt eure Schüler und Freunde denselben Prinzipien entsprechend zu leben, sodass keine Art eines Vaisnava aparadh ihren Fortschritt behindern kann. Ich sehe schon der Gelegenheit entgegen, Dich persönlich zu treffen, zu umarmen und gemeinsam mit Dir den Heiligen Namen zu singen. Dann sind wir definitiv einen Schritt näher am leuchtenden Zeitalter der Vaisnavazusammenarbeit.

“Eure Liebe wird mir durch die Zusammenarbeit unter euch gezeigt werden.” Srila A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada